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Beiträge und Veröffentlichungen

Der Arbeitskreis beleuchtet und diskutiert aktuelle Themen und Gesetzgebungen der umfangreichen Beratung von Sanierungs- und Restrukturierungsmandaten. Er ist dabei nicht nur passives Organ, sondern nimmt durch Veröffentlichungen und öffentliche Veranstaltungen direkten Einfluss auf aktuelle Geschehnisse.

Neue Regeln für Unternehmensinsolvenzverfahren: Europäisches Gesetzgebungsverfahren zur präventiven Restrukturierung abgeschlossen

Jetzt ist es nur noch eine Formalie, bis die lang erwartete EU-Richtlinie über Restrukturierung und Insolvenz[1] in Kraft tritt. Diese ermöglicht sanierungsfähigen Unternehmen eine zweite Chance und eine vollständige Entschuldung nach maximal 3 Jahren.

Nachdem der Rat die Richtlinie am 06.06.2019 angenommen hat, ist das Gesetzgebungsverfahren abgeschlossen. Nach der zeitnah erwarteten Unterzeichnung und der Veröffentlichung im Amtsblatt haben alle Mitgliedsstaaten zwei Jahre Zeit, um die neuen europäischen Bestimmungen in nationales Recht umzusetzen. Mit dem präventiven Restrukturierungsrahmen gewinnt das deutsche Insolvenzrecht ein weiteres Instrument zur Sanierung von Unternehmen vor Eintritt der Insolvenzreife.

Innereuropäische Vereinfachungen, Erhalt von Unternehmen, Wandel in der Kultur des Scheiterns sind Hauptgründe für die neuen Richtlinien.

Ziel der Europäischen Richtlinie ist es, für das reibungslose Funktionieren des Binnenmarktes und die Grundfreiheiten wie freien Kapitalverkehr und Niederlassungsfreiheit die Unterschiede zu beseitigen. Aktuell gelten jeweils die nationalen Vorschriften und Verfahren für die präventive Restrukturierung, für die Insolvenzentschuldung und Tätigkeitsverbote. Bestandsfähige Unternehmen und Unternehmer, die in finanziellen Schwierigkeiten sind, sollen Zugang zu wirksamen nationalen präventiven Restrukturierungsrahmen erhalten. Diese ermöglichen ihnen eine Betriebsfortführung und gleichzeitig, im Falle der Redlichkeit, eine volle Entschuldung. Die Richtlinie unterscheidet zwischen zwingenden Regelungen, die in jedem Mitgliedsstaat identisch umzusetzen sind, und sogenannten Kann-Bestimmungen, bei denen die Mitgliedsstaaten frei entscheiden.

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Unnötiger Hype oder tatsächliches Risiko: Steuerberaterhaftung bei Insolvenz

Das Urteil (IXZR 285/14) des Bundesgerichtshofes im vergangenen Frühjahr hat nicht die Wellen geschlagen, wie mancher Außenstehender erwartet hätte. Aber warum? Ist die Zunft der (Steuer)Berater schon so gut aufgestellt? Gibt es weniger notleidende Mandate als gedacht? Ist das Risiko nicht jedem in Gänze bewusst? Oder greift doch die Vogel-Strauß-Methode um sich? Ein Blick in die Praxiserfahrung lässt eine Auswahl von Allem vermuten.

Die Hinweis- und Warnpflichten des Steuerberaters sind seit Januar 2017 weitreichender als es auf den ersten Blick scheint: Die Haftung beschränkt sich nicht mehr nur auf eine fehlerhafte Bilanzierung, oder auf die explizite Insolvenzreifeprüfung, und mit einem einfachen schriftlichen oder mündlichen Hinweis an den Mandanten ist es auch nicht mehr getan.

Den vollständigen Beitrag von Stefan Burk und Marion Gutheil können Sie hier lesen.

Zitate des BAK Sanierung / Insolvenz WEST im INDat-Report

Das Fachmagazin INDat hat in seinem Report - ein Jahr Reform Insolvenzanfechtung, den Bundesarbeitskreis Sanierung / Insolvenz WEST mehrfach zitiert.

Den INDat-Report können Sie hier lesen.