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1. return Unternehmerforum in Frankfurt: Wie Unternehmen in der Krise die Insolvenz abwenden

EU plant Frühwarnsysteme gegen Firmenpleiten – Keynote der EU-Abgeordneten Prof. Niebler – Trigema-Chef Grupp im Streitgespräch

Die neue EU-Richtlinie zur frühzeitigen Vermeidung von Firmenpleiten steht im Mittelpunkt des 1. return Unternehmerforum des gleichnamigen Magazins für Transformation und Turnaround im März in Frankfurt. Bis 2022 will die Bundesregierung die Richtlinie in nationales Recht umsetzen, um Unternehmen früher und auch gegen den Widerstand einzelner Gläubiger eine Restrukturierung zu ermöglichen. Namhafte Referenten wie die EU-Parlamentarierin Prof. Angelika Niebler (CSU), die maßgeblich an der Richtlinie mitgewirkt hat, Partner Dirk Pfitzer von Porsche Consulting, Trigema-Chef Wolfgang Grupp, der sich einem Streitgespräch mit Unternehmensberater Robert Buchalik stellt, sowie Vertreter internationaler Kanzleien werden auf der Tagung am 3. und 4. März 2020 in der Villa Kennedy in Frankfurt sprechen.

Rund 100 Vorstände, Unternehmer, Insolvenzspezialisten, Juristen und Verbandsvertreter werden über die Neuregelungen diskutieren, die besonders kleinen und mittleren Unternehmen in finanzieller Schieflage helfen sollen, eine drohende Insolvenz abzuwenden. „Dazu sollen bessere Möglichkeiten geschaffen werden, damit sie ihren Betrieb fortsetzen können und die Entschuldung schneller gelingt“, so return-Chefredakteur Thorsten Garber. So soll das Verfahren für Restrukturierungspläne vereinfacht und ein Frühwarnsystem für Schuldner entwickelt werden, um früher reagieren zu können, wenn ein Unternehmen zum Beispiel mit der Zahlung von Steuern oder Sozialabgaben im Verzug gerät. Schließlich sollen im Restrukturierungsverfahren Mehrheitsentscheidungen eingeführt werden, so dass nicht länger einzelne Gläubiger eine Sanierung verhindern können.

Während der Entwicklung und Aushandlung eines Restrukturierungsplans soll das Unternehmen weiterarbeiten können und vor Störungen durch Zwangsvollstreckungen einzelner Gläubiger geschützt werden. Dafür kann das zuständige Gericht einen Zeitraum festlegen, in dem das Unternehmen weitgehend vor Forderungen geschützt ist. Die Reduzierung von Firmenpleiten ist dabei das Hauptziel. „Ein erleichterter Zugang zu präventiven Restrukturierungsmaßnahmen wird dazu beitragen, dass es oft nicht zur Insolvenz kommt. Dadurch können Tausende von Arbeitsplätzen europaweit gerettet werden“, prognostizierte EU-Parlamentarierin Prof. Angelika Niebler, die den Kongress mit ihrer Keynote eröffnen wird. In der EU verlieren jedes Jahr rund 1,7 Millionen Menschen ihren Arbeitsplatz, weil ihr Unternehmen in die Insolvenz geht. Jede sechste Insolvenz löst zudem Folgeinsolvenzen aus.

Das Programm des Kongresses mit allen Vorträgen, Referenten und Diskussionen finden Sie unter: https://www.springerfachmedienlive.de/veranstaltungen/return-unternehmerforum/